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Jessie Maduka springt Stadionrekord

EM-Teilnehmerin Jessie Maduka wurde beim 23. Nationalen Sprungmeeting in Eppingen ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Deutsche U23-Meisterin des vergangenen Jahres verbesserte im Kraichgaustadion den Dreisprung-Stadionrekord um 16cm. Auch die Eppingerin Aliena Heinzmann zeigte im Jugendspringen mit einer neuen Bestleistung ihre Klasse. Nicht nur die Organisatoren des Leichtathletik-Meetings haderten bereits am Morgen mit dem Wind (Sturmböen hatten ein Zelt der Stadt Eppingen über Nacht in den Wald befördert), nein auch die Athleten mussten trotz angenehmer Temperaturen immer wieder mit wechselnden Winden im Eppinger Stadion kämpfen. Dennoch gab es einige tolle Leistungen zu sehen. 

Im Dreisprung der Frauen gab es im vierten Versuch einen neuen Stadionrekord zu bejubeln. Die 15. der letztjährigen Europameisterschaften, Jessie Maduka, verbesserte den Rekord der Tübingerin Elina Sterzing (13,16m) um 16cm auf 13,32m und sprang damit zum Sieg. Die vom deutschen Rekordhalter Ralf Jaros trainierte Athletin war damit trotz einer Bestleistung von 13,95m sehr zufrieden. Nach einem Fußbruch im Winter kämpft sie sich erst wieder zurück ins Wettkampfgeschehen. Dahinter zeigte die Schweizerin Alina Tobler eine tolle Serie an Sprüngen. Die Athletin vom LC Brühl steigerte ihre persönliche Bestleistung um 32cm auf 12,88m. Damit erfüllte sie auch die Qualifikationsnorm der Schweiz für die U23-EM in Gävle (Schweden). Auf dem dritten Platz landete die Wiesbadnerin Sophie Ullrich, die mit 12,61m ebenfalls eine neue Bestleistung aufstellte. 
Im weiblichen U18-Springen sah es lange nach einem Sieg der Lokalmatadorin Aliena Heinzmann (TV Eppingen) aus. Die Eppingerin zeigte eine gute Serie an Sprüngen und stellte mit 12,14m eine neue persönliche Bestleistung auf. Erst im letzten Versuch überholte sie Fehintola Oladejo von der MTG Mannheim, die mit 12,24m auf den zweiten Platz der deutschen Jahresbestenliste sprang. Dahinter landete in diesem hochklassigen Wettbewerb mit genau 12m die Steinbacherin Rachel Fruchtmann. Das U20-Springen gewann die Bad Canstatterin Cora Messner mit 11,88m. Damit erfüllte sie die Norm für die Jugend-DM in Ulm (11,80m).
Das Dreispringen der Männer begann mit einer Enttäuschung für die Zuschauer. Der gemeldete Südafrikaner Maurice Mathabela erschien einfach nicht in Eppingen. Somit war der Weg frei für den Österreicher Philipp Kronsteiner, welcher auch vom ehemaligen Weltklasse-Dreispringer Ralf Jaros betreut wird. Er siegte am Ende mit 15,97m und der Qualifikationsnorm für die U23-EM. Dahinter präsentierte sich der Eppinger Felix Mairhofer in guter Verfassung. Mit 15,35m aus verkürztem Anlauf konnte der Deutsche Vizemeister durchaus zufrieden sein. Seit diesem Jahr startet er für die TSG Weinheim und wird von Holger Prestor betreut. Ebenfalls über die 15m-Marke sprang der Leverkusener Christoph Garritsen (15,17m).  Mit Max-Ole Klobasa (LC Jena) und Aimo Warnt (ART Düsseldorf) waren zwei U20-Springer im Männerfeld vertreten. Der Deutsche U20-Hallenmeister Klobasa kam auf gute 14,92m während Warnt bei 14,58m landete. Dahinter lag der Mannheimer Nicklas Sammet mit 14,56m. Das U18-Springen gewann Lars Lawo (SR Yburg Steinbach) mit Bestleistung von 14,11m. Dahinter reihten sich Julius Franzen (TSG Gießen Wieseck, 13,73m) und Panagiotis Katranis (VfB Stuttgart, 13,65m) ein. (Foto: Konrad Plank)

Weitere Fotos von Konrad Plank unter:
https://www.tv-eppingen.de/bilder-und-berichte/bilder-und-berichte-2019/sprungmeeting-2019/

Rudolf siegt deutlich

Leider verlief der Hochsprung der Männer nicht ganz nach den Vorstellungen der Organisatoren. Nach den kurzfristigen Absagen des Malaysiers Randhawa und des Münchners Mihota konnte kein Athlet dem Dresdner Bastian Rudolf den Sieg streitig machen. Er siegte deutlich mit 2,12m vor Tomas Janda (USC Mainz, 2,04m) und dem Schweizer Roman Sieber (LC Schaffhausen). Auch Manuel Marko (MTV Ingolstadt) und Philipp Heckmann (LG Eintracht Frankfurt) konnten mit genau zwei Metern nicht an ihre Bestleistungen herankommen. Das Jugendspringen gewann Darius Gussmann (LG Eintracht Frankfurt) mit 1,95m konkurrenzlos. 

Der Hochsprung der Frauen entschied sich bei 1,80m. Sechs Athletinnen hatten die 1,76m überquert, allerdings schaffte es nur eine über 1,80m. Die Siegerin hieß Sabrina Gehrung von der LG Filder. Sie überquerte die Höhe im zweiten Versuch. Dahinter wurden die Plätze auf Grund der Fehlversuchszahl verteilt. Zweite wurde die Leverkusenerin Carolin Gottschalk, vor der Münchnerin Laura Gröll. Die Fehlversuche entschieden im U20-Springen sogar über den Sieg. Hier konnte sich Angela Förster (LG Region Karlsruhe) vor der Heilbronnerin Jara Ellinger und Jördis Kriegel (SV Winnenden) durchsetzen. Alle Springerinnen überwanden 1,70m. Etwas höher hinaus ging es im U18-Springen. Hier siegte Paula Sophie Pompino vom Gautinger SC mit übersprungenen 1,73m vor Alina Etzel (WGL Schwäbisch Hall, 1,70m). Beide sprangen in Eppingen neue Bestleistungen. Dahinter kam Franziska Hager (SV Winnenden) mit 1,66m auf den dritten Platz. (Foto: Konrad Plank)

Vorschau: Dreisprung Weiblich

Die Klare Favoritin im Frauen-Dreisprung ist die EM-Teilnehmerin Jessie Maduka (ART Düsseldorf). Maduka erzielte ihre persönliche Bestleistung von 13,95m beim erstmals 2018 ausgetragenen Athletics World Cup in London. Der Meetingrekord von 13,16m sollte hier nur Formsache sein. Seit 2016 hält diesen Elina Sterzing (LAV Stadtwerke Tübingen). Die durch den Deutschen Rekordhalter Ralf Jaros betreute Athletin schielt in dieser Saison auch auf die WM-Norm von 14,20m. Mit Imke Daalmann (TSV Bayer 04 Leverkusen) ist eine weitere 13m-Springerin im Feld. Auch die U20-Siegerin des Vergangenen Jahres Sophie Ullrich (Wiesbadner LV, PB: 12,50m) möchte in den Kampf ums Podium eingreifen. In der U20 hofft die Deutsche U18-Meisterin Caroline Joyeux auf einen Sprung über 13,10m. Mit dieser Weite würde sie sich für die U20-EM qualifizieren.  Auch die Eppingerin Olivia Tzschach hofft auf einen Start im heimischen Stadion. Noch plagen sie Achillessehnenprobleme. Das U18-Springen ist hochklassig besetzt. Hier streiten sich gleich mehrere Athletinnen um den Sieg. Mittendrin ist die Eppingerin Aliena Heinzmann, die derzeit mit 12,05m den dritten Platz in der Deutschen Bestenliste belegt. Sie trifft auf die Zweite der Bestenliste Rachel Fruchtmann (SR Yburg Steinbach, PB: 12,16m). 

 Vorschau: Hochsprung Männlich

Im Männerspringen ist, nach der Absage des Malaysiers Randhawa, der Ausgang völlig offen. Der Dresdner Bastian Rudolf (PB: 2,20m), seines Zeichen Dritter der Hallen-DM und der U20-Europameister von 2016, Lucas Mihota (LG Stadtwerke München, PB: 2,23m) könnten den Sieg unter sich ausmachen. Der Münchner hat auch die U23-EM im schwedischen Gävle im Blick. Dafür müsste er über 2,20m floppen. Nicht unrealistisch bei einer Saisonbestleistung von 2,18m. Dahinter könnten der Schweizer Roman Sieber (LC Schaffhausen, PB: 2,15m), der Ingolstädter Manuel Marco (PB: 2,12m) und Tomas Janda (USC Mainz, PB: 2,10m) die Plätze unter sich ausmachen. Florian Hornig (TSV Bayer 04 Leverkusen) ist im Jugendspringen mit einer Bestleistung von 2,06m der Beste in der Meldeliste. 

 

Vorschau: Hochsprung weiblich

Im Hochsprung der Frauen kommt es zum Duell zwischen der Ludwigsburgerin Anne Klebsch (PB: 1.86) und der Berlinerin Leonie Reuter (1,84m). Beide waren schon mehrfach in Eppingen zu Gast und gewannen hier auch Springen. Reuter strebt die Teilnahme an den U23-Europameisterschaften im schwedischen Gävle an. Dazu müsste die Athletin der LG Nord Berlin über 1,84m floppen. Vielleicht können auch Sabrina Gehrung (LG Filder, PB: 1,81m) und Laura Gröll (LG Stadtwerke München, PB:1,88m) in den Kampf um den Sieg eingreifen. In der Altersklasse U20 ist die Deutsche U20-Hallenmeisterin Bianca Stichling die Favoritin. Die Weinheimerin bringt aus der Hallensaison eine Bestleistung von 1,85m mit. Damit liegt sie deutlich vor Hannah Budnik (1,78m) aus Tübingen und der Karlsruherin Angela Förster (1,74m). Das Ziel für Stichling ist in dieser Saison die U20-Europameisterschaft in Boras (SWE). Um nach Schweden zu fahren, müsste die Athletin der TSG Weinheim 1,82m überfliegen. Die U18-Springerinnen sind in dieser jungen Saison schon reihenweise über die Norm (1,76m) für das European Youth Festival in Baku (AZB) gesprungen. Mit Franziska Hager (SV Winnenden, PB: 1,76m) tritt eine dieser Normerfüllerinnen in Eppingen an.

 

 

Vorschau: Dreisprung Männlich

Im Dreisprung der Männer könnte es in diesem Jahr zu einem neuen Meetingrekord kommen. Seit dem Jahr 2014 steht dieser bei 16,08m. Gehalten wird er von Martin Seiler (ABC Ludwigshafen). Der Südafrikaner Maurice Mathabela (PB: 16,75m) und der Österreichische Meister Philipp Kronsteiner (16,41m) haben Bestleistungen jenseits dieses Rekordes. Herausgefordert werden sie vom Leverkusener Christoph Garritsen (15,53m) und dem Kölner David Kirch (15,62m). Auch der Schweizer Simon Sieber (15,41m) hat Chancen auf das Podium. Kronsteiner, Garritsen und Kirch haben zudem die U23-EM-Norm von 15,95m im Blick. Im U20-Springen wird Max-Ole Klobasa versuchen seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Der Deutsche U20-Hallenmeister aus Jena (PB: 15,31m) wird dabei vom Düsseldorfer Aimo Warnt (PB:14,99m) und dem Mannheimer Niklas Sammet (PB:14,83m) herausgefordert. Klobasa möchte zudem die Norm (15,60m) für die U20-EM in Boras (SWE) angreifen. In der Altersklasse U18 ist Lars Lawo (SR Yburg Steinbach) mit 13,91m der Favorit. Er sprang seine Bestleistung erst kürzlich beim Ländervergleich in Brixen (ITA).  

 

Erste Meldungen eingegangen: 
Reuter und Kronsteiner springen in Eppingen 

Die ersten Meldungen für die 23. Auflage des Eppinger Sprungmeetings sind eingegangen. So können sich die Zuschauer auf die 21-jährige Berliner Hochspringerin Leonie Reuter freuen. Die Athletin der LG Nord Berlin sprang ihre noch heute gültige Bestleistung von 1,84m im Jahr 2015 im Eppinger Kraichgau Stadion. Damals startete Reuter noch für den TV Rheinzabern aus der Pfalz. Im selben Jahr wurde sie Neunte der U20-EM. Betreut wird die Kader-Athletin, die 2017 nach Berlin wechselte, von Nachwuchsbundestrainer Jan-Gerrit Keil. Im Dreisprung könnte in diesem Jahr der Stadionrekord (16,08m) in Gefahr sein, denn mit dem Österreicher Philipp Kronsteiner kommt ein 16m-Springer nach Eppingen. Kronsteiner sprang in der vergangenen Hallensaison starke 16,41m weit. Somit ist ihm in Eppingen noch eine weitere Steigeurng zuzutrauen. Kronsteiners Ziel ist das gleiche wie von Leonie Reuter, die U23-Europameisterschaft in Gävle (Schweden). 

Das Sprungmeeting hat 2019 einen späteren Termin erhalten. Am Samstag, dem 8. Juni geht es in Eppingen wieder hoch und weit hinaus. Geschuldet ist dies auch der späten WM in Doha und vielen bereits festgelegten Terminen. Erwarten können die Zuschauer auch in diesem Jahr packende Wettkämpfe um die internationalen Qualifikationsnormen. Beginn der Veranstaltung ist um 10.30 Uhr im Eppinger Kraichgaustadion. Der letzte Wettbewerb startet um 15:45 Uhr und hält mit dem Frauen-Dreisprung aller Voraussicht nach ein Highlight der Veranstaltung bereit. 

EM-Norm im Dreisprung für Lisa Kramer

Gleich im ersten Dreisprung-Wettbewerb des Tages gelang der 17-jährigen Lisa Kramer vom LC Überlingen in ihrem letzten Versuch mit 12,76 Meter die Norm für die EM JU18 in Györ/Ungarn. Dritte in diesem Springen wurde die Eppingerin Olivia Tzschach (WU20) mit 12,20 Meter - und war mit ihrer Weite nach einer Knieverletzung „super zufrieden“.

Seit vielen Jahren bietet der Wettkampf in der Fachwerkstadt den nationalen Top-Athleten die besten Bedingungen zum Start in die Freiluftsaison. So auch für den Sieger des Männer Dreisprungs

Martin Jasper vom VfB Stuttgart mit 15,81 Meter im einzigen gültigen Versuch. Zwei weitere Springer von der LG Stadtwerke München erzielten noch Weiten über die 15-Meter-Marke. Der Lokalmatador Felix Mairhofer musste sich kurz zuvor verletzt abmelden, sehr zum Leidwesen der Zuschauer. Einen Doppelstart wagte Ruven Renz vom Turnverein Eppingen. Im Dreisprung verbesserte er sich um einen halben Meter auf 14,26 Meter, im Hochsprung wurde er Dritter.

Im Springen der männlichen U18 kam Neim Nguemning vom VfL Waiblingen der JU18-EM-Norm am nächsten – ihm fehlten nur 12 Zentimeter „nach Györ“.

Im Hochsprung lieferten sich „langjährige Eppinger Gäste“, Martin Günter (VfB Stuttgart) und Tobias Potye (LG Stadtwerke München), beide internationale Jugendmeister, einen spannenden Wettkampf. Aufgrund eines Flüchtigkeitsfehlers von Tobias bei 2,08 Meter gewann Martin den Männer Wettbewerb mit übersprungenen 2,16 Meter. Beide sind an den 2,20 Meter sehr knapp gescheitert.

Ganze zwei Zentimeter fehlten Anton Sobolewski von der LAC Quelle Fürth zur Europameisterschaftsnorm, Sharon Enow Abio (LAZ Ludwigsburg) fehlten drei Zentimeter. Zusammen mit Alisha Pawloski (LG Tuttlingen-Friedingen) versuchte sie sich an 1,76 Metern – aber das Quentchen Glück fehlte auch hier. Das Frauen-Springen gewann die Vorjahressiegerin Anne Klebsch (LAZ Ludwigsburg) mit 1,76 Meter. Auch sie wirkte beinahe schon „unglücklich“ über die Höhe.

Bei vielen Athleten stimmten die Anläufe schlicht noch nicht – was aber für den frühen Zeitpunkt „normal“ ist – im Vergleich zum Vorjahr lag das Meeting in Eppingen noch einmal gute zwei Wochen früher.

Mit Andreas Hoffmann hatten die Eppinger einen besonderen Zuschauer in ihren Reihen. Der Speerwerfer der MTG Mannheim, der bei seinem ersten Wettkampf des Jahres vor kurzem in Doha bereits die 90-Meter-Marke geknackt hatte, schaute unangekündigt auf einen Besuch in Eppingen vorbei und fand auch die familiäre Atmosphäre hier sehr gut. Er durfte dann auch bei einer Siegerehrung die Athleten etwas aufmuntern.

Ein großer Dank geht wie immer an all unsere Sponsoren, der Stadt Eppingen, und den vielen Helfern.